
room for care – videostill
systeme lernen.
algorithmen berechnen wirklichkeit.
zukunft wird kalkulierbar.
doch menschsein entsteht nicht durch berechnung,
sondern durch resonanz.
zwischen körper und welt,
zwischen wahrnehmung und begegnung,
zwischen ich und anderen.
wirklichkeit verschiebt sich.
unsere erfahrung von welt gerät aus dem gleichgewicht.
kunst wird resonanzraum,
in dem menschsein spürbar wird.
die frage ist nicht,
was technologie kann.
die frage ist,
wer wir werden.
room for care, 2026
video, 8 min
künstlerhaus maetzel, hamburg
room for care ist eine performative videoarbeit über körper, raum und zeit.
im zentrum steht ein kubus aus stahl – zwei mal zwei mal zwei meter, ein raum im raum. die aufnahme entstand im künstlerhaus maetzel: acht minuten, ungeschnitten, eine freie körperliche erkundung der geometrischen struktur.
dieselbe sequenz läuft gleichzeitig vorwärts und rückwärts. eine ebene bleibt präsent, die andere erscheint transparent. zwei zeitliche zustände desselben körpers begegnen sich, nähern sich an und fallen in der mitte für einen kurzen moment zusammen.
nicht zwei körper werden übereinandergelegt. eine zeit wird gefaltet.
die leuchtorange arbeitshose begleitet meine künstlerische arbeit seit vielen jahren. nach acht jahren kehrt sie 2026 als element performativer arbeiten zurück. als arbeits- und schutzkleidung steht sie zugleich für sichtbarkeit: der körper soll nicht übersehen werden.
beim ki big bang festival verlässt der körper das bild. dieselbe orange hose wird teil meines auftretens vor ort. die grenze zwischen videoarbeit und performance wird durchlässig.
room for care fragt nach einem raum für das, was sich nicht berechnen lässt: körperlichkeit, wahrnehmung, begegnung und resonanz.
room for care is a performative video work about body, space and time.
at its centre is a steel cube measuring two by two by two metres – a room within a room. the footage was recorded at künstlerhaus maetzel: eight minutes, uncut, a free bodily exploration of the geometric structure.
the same sequence runs forwards and backwards at the same time. one layer remains fully present, while the other appears transparent. two temporal states of the same body encounter one another, move towards each other and briefly coincide at the midpoint.
not two bodies are superimposed. time itself is folded.
the bright orange work trousers have accompanied my artistic practice for many years. after an eight-year absence, they return in 2026 as an element of performative works. as workwear and protective clothing, they also stand for visibility: the body should not be overlooked.
at the ki big bang festival, the body leaves the image. the same orange trousers become part of my presence on site. the boundary between video work and performance becomes permeable.
room for care asks for a space for what cannot be calculated: corporeality, perception, encounter and resonance.